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Der Bau der heutigen Kirche begann 1263. Von Osten nach Westen errichtete man die neue Kirche in französisch-gotischen Formen und legte gleichzeitig die alte nach und nach nieder. Die romanische Westchorhalle von 1180-1213 wurde beibehalten. 1519 war der neue Sakralbau nahezu fertig gestellt, bis etwa 1550 wurden die Türme und die Stiftsgebäude F - I vollendet. Die Stiftskirche erhielt eine prächtige Ausstattung mit zahlreichen Altären, Skulpturen, Teppichen, Glasfenstern und Altargeräten. Sie wurden zumeist von Kanonikern, Bruderschaften und Handwerksgilden gestiftet, in Verbindung mit dem Auftrag, Hl. Messen zum Gedenken dieser Stifter zu feiern. 1802 wurde das Stift im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Das Gotteshaus jedoch behielt weiterhin die Funktion einer Pfarrkirche. Von einzigartiger Bedeutung ist, dass der Xantener Dom mit seinen Nebengebäuden und großen Teilen der mittelalterlichen Ausstattung bis heute als Ensemble besteht. In seltener Geschlossenheit ist daran die rege Tätigkeit der Kanoniker durch die Jahrhunderte für den Bau und die Kunstausstattung abzulesen. Darin äußert sich zugleich das ausgeprägte liturgische Leben der Stiftsherren.
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